Dienstag, September 30, 2014

Jennifer J. Grimm: Zwischen Blut und Schatten - Teil 1

Wie war das doch gleich mit Adam und Eva im Paradies? Und wer war wirklich die Schlange, die den beiden die verbotene Frucht anbot?

"Zwischen Blut & Schatten" nutzt die Vertreibung aus dem Paradies und spinnt daraus eine spannende Geschichte um Niamh, Henry, Lilith und Cassandra.

Niamh ist die Auftragskillerin der Vampirkönigin Cassandra, die in ihrer Art zu herrschen auch einem Ludwig XIV. imponiert hätte. Kein Widerspruch, kein Aufbegehren wird geduldet... und vor allem keine männlichen Vampire! Doch irgendwer scheint sich dem Verbot widersetzt zu haben, denn es soll einen Vampirmann in der Welt geben. Niamh soll ihn auffinden und beseitigen. Doch Niamh kann dem schönen Henry nicht wiederstehen. Dass sie sich ihm hingibt, bedeutet Verrat an ihrer Königin, den diese natürlich nicht auf sich beruhen lassen kann. Wird Niamh ihren Verrat ausmerzen oder sich auf die Seite des Vampirs stellen?

"Zwischen Blut und Schatten" hat alles, was ein guter Roman braucht. Eine Liebesgeschichte, Sex, einen Verrat und die nötige Action. Die Figuren wurden von Jennifer J. Grimm nachvollziehbar und ausreichend tiefgründig gestaltet. Ihr Handeln ist in sich stimmig und überzeugend. Dabei gelingt es der Autorin, die Handlungsmotive nicht mehr als nötig deutlich zu machen. Auf eine dogmatische Wiederholung dessen, warum wie agiert wird, wird verzichtet, sodass das Lesen nicht langweilig wird. Die Liebesgeschichte ist zwar wichtiger Bestandteil der Erzählung, aber so gestaltet, dass man nicht das Gefühl hat, von herumfliegenden Herzchen erschlagen zu werden und passt damit zu den beiden Protagonisten. Wer sich in Liebesschwüren ergehen möchte, ist hier sicher an der falschen Adresse.

Außerdem ergeben sich immer wieder überraschende Wendungen, sodass die Spannung auf einem gleichmäßigem Level bleibt. Auch wer auf blutige Kämpfe abfährt, wird zum Höhepunkt des Buches damit belohnt. Mein Kopfkino setzte mir eine Mischung aus Lara Croft, Blade und Resident Evil vor die Nase, so anschaulich stellt Jennifer J. Grimm ihre Kampfszenen dar.

Einzig mit der Konzeption des Vampirismus bin ich nicht ganz glücklich. Die Vampirinnen unterscheiden sich mir ein bisschen zu wenig von den Menschen, was aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut.

"Zwischen Blut und Schatten" ist ein wirklich empfehlenswerter Roman, auf dessen Fortsetzungen ich schon sehr gespannt bin.

Erscheinungsdatum: März 2014

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