Donnerstag, Oktober 16, 2014

Daisy Swan: 17 forever - Gewandelt (Teil 1)

Meine Erwartungen an "17 forever - Gewandelt" waren gemischt. Die Gefahr, dass es sich um einen reinen Teenie-Roman handelt, ist bei dem Titel ja doch nicht unbegründet. Beim Lesen stellte ich jedoch fest, dass der vorhandene Teenie-Rahmen ein sehr sehr schmaler ist und man sicher nicht behaupten kann, dass es sich um einen Teenie-Roman handelt.

Dies macht eine Bewertung für mich doch eher schwierig. Einerseits sind natürlich die dem Alter der Protagonistin angemessenen Umstände gegeben. Lizzy kann die Schule nicht leiden, ist mit ihrer Figur unzufrieden, kann es nicht erwarten, bis sie ihren Abschluss hat, um aus dem bayerischen Kuhkaff wegzukommen. Sie besucht an den Wochenenden viele Metal-Konzerte und träumt davon, möglichst viele Musiker abzuschleppen - obwohl sie noch Jungfrau ist. Auf einem Konzert wird sie von einem Bandmitglied ungefragt in einen Vampir gewandelt. Die Vampirin Doe findet Lizzy auf dem Parkplatz und nimmt sich ihrer an. In einer Bar, in der sich wissende Menschen als Blutspender zur Verfügung stellen, lernt Lizzy Michael - einen Musiker - kennen, trinkt von ihm und lässt sich durchvögeln (das kann man nur so sagen).

Andrerseits enthält das Buch hocherotische Szenen, die mir einfach nicht zu einer 17-Jährigen Protagonistin passen wollen. Eine 17-Jährige, deren Ziel es ist, wahllos rumzuhuren? Entspricht durchaus der Realität, aber ob ich eine solche Realität auch noch lesen will bzw. mir vorstelle, dass Teenager das lesen und sich zum Vorbild nehmen? Schwierig, schwierig. Gerade, weil viel zu viele Mädchen ohnehin zu unüberlegt mit ihrer Sexualität umgehen. Aber das ist ein anderes Thema.

Vom Schreibstil her kann man nichts bemängeln. Das Buch lässt sich flüssig und leicht lesen, und ist zu keinem Zeitpunkt langweilig. Erotische Unterhaltungsliteratur mit ein paar Spritzern Blut gewürzt, sozusagen. Für 1,49 € auch ein echtes Schnäppchen. Da stört es auch nicht weiter, dass zwar gewichtige Themen angerissen, jedoch nicht ausgebaut werden. Allerdings soll es ja auch noch Folgebände geben, wo das ein oder andere mit Sicherheit wieder aufgegriffen und aufgearbeitet werden wird.

"17 forever" ist ein lesenswerter Roman. Mein einziger Kritikpunkt ist wirklich nur, dass ich die Protagonistin gerne zumindest Anfang 20 gehabt hätte, weil es für meinen Geschmack besser zu den Sexszenen gepasst hätte.

Erscheinungsdatum: September 2014

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