Donnerstag, Oktober 09, 2014

Im Autoreninterview: Nathalie C. Kutscher zu "Legenden der Verfluchten" (Band 1)

Liebe Nathalie, vielen Dank, dass du dir Zeit für das Interview nimmst.

Ich freue mich, dass Du mich gefragt hast.

Den Anfang deines Romans widmest du Absaloms Vita. Du zeigst, wie er zu dem werden konnte, was er später ist – ein herzloser Killer. Warum war es dir wichtig, Absaloms Geschichte voranzustellen und nicht später aufzugreifen?

Absaloms Geschichte war eigentlich eine Kurzgeschichte, aber da er einer meiner Lieblingscharaktere ist, musste er eine Hauptrolle haben. Ich hätte die Story auch sicherlich irgendwo in der Mitte unterbringen können, aber mir gefiel sein Schicksal als Einstieg ganz gut.


Anaïs ist die erste Vampirin, die ein Kind austragen kann. Eine Erklärung hierfür bleibt aus. Wird das Geheimnis noch in einem Folgeband gelüftet werden? Liegt es an ihrer vampiruntypischen Lebensweise?

Das wird im 2. Teil erklärt. Es hat etwas mit einer uralten Prophezeiung zu tun, denn Aurelia ist ja die Auserwählte, die das Leben aller Vampire verändern wird.

Bei der Figur Jean musste ich unweigerlich an Johnny Depp in seiner Rolle als Captain Jack Sparrow denken. Dem Bösen nicht gänzlich abgeneigt, aber dennoch ein gutes Herz. Wurdest du von Jack Sparrow oder einer anderen Figur zu Jean inspiriert?

Gut erkannt :D. Das ist aber irgendwie mehr zufällig passiert, denn den Charakter Jean gab es schon vor PoC. Je mehr ich allerdings über Jean schrieb, desto mehr hat sich Jack Sparrow wohl eingeschlichen, denn ich liebe diese Rolle.

Aurelia verändert sich während der Geschichte. Von der frommen Novizin zu… naja, sagen wir mal, sie lässt sich ja doch recht schnell von Absalom verführen. Wäre es eine Option gewesen, sie doch etwas standhafter bleiben zu lassen? Warum gibt sie sich ihm so schnell hin?

Mmmh, wenn mir Absalom über den Weg laufen würde, würde ich wahrscheinlich genauso handeln :D. Absaloms und Aurelias Schicksal ist eng miteinander verknüpft, wie eng, dass wird auch in Teil 2 gelüftet. Also im Grunde konnte sie gar nicht anders, als sich in ihn zu verlieben

In deinem Roman können Vampire Fähigkeiten erlernen, zum Beispiel dem Sonnenlicht zu trotzen. Hast du die vampirischen Fähigkeiten danach ausgewählt, wie sie am besten der Geschichte dienen oder hast du die Geschichte um deine Vorstellung von Vampire gebaut?

Dazu muss ich etwas weiter ausholen. Diese ganze Vampiridee entstand schon vor etlichen Jahren. Ich hatte einfach mal Lust, etwas in dieser Richtung auszuprobieren und habe Anäis' Briefe geschrieben und Konstantin erfunden. Das war es aber auch schon. Vor 6 Jahren lernte ich eine andere Autorin über's Internet kennen und auch sie hatte einige Vampirnotizen. Also taten wir uns zusammen und schrieben eine Vampiranthologie. Eigentlich so etwas wie die heilige Schrift der Vampire. Es entstanden unterschiedliche Clans, die unterschiedliche Fähigkeiten besaßen. Aus dieser Idee heraus, erfand ich Aurelia und zeitgleich fiel mir die Geschichte von Absalom ein. Da wir – nachdem mein Roman fertig war – getrennte Wege gingen, habe ich meine Geschichten genommen, überarbeitet und versuche, die Charaktere aus diesen Kurzgeschichten in die Romane einzubringen. Allerdings ist Absalom der Einzige, der Fähigkeiten verschiedener Art erlernen kann, da er zwar einen Erschaffer hatte, aber nie von Sandrine ausgebildet wurde. Die anderen Gruppierungen, wie z.B. die Alchemisten oder die Setesch ( lernt ihr im 2. Teil kennen ), haben ihre eigenen Fähigkeiten.

Normalerweise greife ich in Interviews auch immer einen Kritikpunkt anderer Rezensenten auf. Aber was soll ich sagen, bisher gibt es keinen. Darum eine allgemeine Frage: Wie gehst du mit Leserkritik um? Beeinflusst sie deine weiteren Texte?

Es wird noch Kritik kommen, auch wenn mich natürlich freut, dass der Roman so gut ankommt. Ich finde Leserkritik sehr wichtig. Natürlich kann man es nicht jedem Recht machen, aber ich denke über die Kritikpunkte nach und wenn es für mich machbar und vertretbar ist, versuche ich auch, diese in die Tat umzusetzen. Und bisher habe ich für meine Bücher noch keine bösen Kritiken bekommen.

Wieviele Fortsetzungen der „Legenden der Verfluchten“ sind geplant?

Ende offen. Teil 2 ( Der Weg ins Licht ) ist fast fertig, Teil 3 ( A.T. Femme Noire ) ist in Planung. Es wird aber nicht immer um Aurelia gehen, obwohl sie der rote Faden der Legenden ist. Teil 3 wird im finsteren Mittelalter spielen und Absalom ist mit von der Partie. Die einzelnen Teile werden auch ziemlich unterschiedlich sein. In Teil 2 wird es etwas erotischer, in Teil 3 wird es düsterer zur Sache gehen. Aber ich habe noch genug Kurzgeschichten und somit noch einige Charaktere, dass ich bis zur Rente schreiben kann :D

Du verwendest für deinen Roman ein Pseudonym (Eden Barrows). Warum? Bei der Büchersuche finde ich auch andere Romane unter deinem Realnamen. Wieso gerade hierfür ein Pseudonym?

Die Serie war ursprünglich für einen Verlag geplant und Teil 1 auch dort schon veröffentlicht. Allerdings fand der Roman überhaupt keine Beachtung. Ich habe den Vertrag gekündigt und mir das Pseudo zugelegt, weil ich in unterschiedlichen Genres schreibe. Wer Fantasy sucht, wird bei Eden fündig, unter meinem Realnamen gibt es Thriller und Frauenabenteuer und Ava Pink ist für die Erotik zuständig. Eigentlich wollte ich nie ein Pseudonym, aber ich habe den Eindruck, es kommt bei den Lesern besser an.

Liebe Nathalie, vielen Dank für deine ausführlichen Antworten und den Einblick, den du
uns damit in die Entstehungsgeschichte von „Die Legenden der Verfluchten: Die goldene Morgendämmerung“ gewährst!


Vielen Dank das ich dabei sein durfte. Es hat mir Spaß gemacht und ich hoffe, meine untoten Biester finden noch bei vielen Lesern Gefallen.


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