Freitag, Februar 06, 2015

Stephenie Meyer: Biss zum Ende der Nacht

Bildquelle: Amazon
Im letzten Band der Reihe werden alle übrigen Konflikte aufgeklärt. Bella wird unvermeidlich zum Vampir, die Wölfe fügen sich ins Gesamtbild ein, ohne dass eine Feindschaft zwischen Jacob und Bella bestehen bleibt und auch das Problem mit den Volturi wird aus der Welt geschafft. Auch für Nebenfiguren wird Abhilfe geschaffen. Etwa dass Sue Clearwater und Charlie zueinander finden.

Und genau das wird häufig kritisiert. Twilight sei kitschig, alles sei eitel Sonnenschein und total weltfremd. Öhm, ja. Inwiefern ein Vampirroman realistisch sein muss, lasse ich einmal dahingestellt.

Aber was ist denn so schlecht daran, wenn ein Roman gut endet? Ist das nicht in den meisten Romanen und Filmen der Fall? Will man, dass die Charaktere, die man lieb gewonnen hat, alle in einer Schlacht draufgehen?

Ja, aber es fehlt doch Blut, Sex und Action! Wirklich? Ich finde nicht. Natürlich kommt der Sex etwas zu kurz, aber müssen es denn immer und immer wieder haarklein beschriebene Sexszenen sein? Es gibt genug Bücher, die den Sex breit treten. Dass er hier mehr oder weniger fehlt und nur zwischen den Zeilen vorkommt, stört mich nicht im Geringsten. Man. Benutzt doch eure Fantasie! Und dann muss man eben auch sagen, es ist nun einmal mehr oder weniger ein Teenie-Roman. In einer Welt, in der "Kinder Kinder kriegen" schadet es doch nicht im Geringsten, dass die alten Werte wie kein Sex vor der Ehe ein kleines Revival erfahren. Dass man warten kann. Natürlich wird es für die meisten Jugendlichen nicht in Frage kommen, bis zur Ehe zu warten. Das ist mir schon klar. Man war ja selbst auch nicht anders. So extrem muss es ja auch nicht sein. Aber ein wenig geht es doch ums Warten. Nicht mit dem erstbesten in die Kiste zu hüpfen. Dass so eine Haltung in einem Bestseller, denn das ist Twilight, egal was man davon halten mag, bestärkt und gefördert wird, erachte ich als sehr lobenswert. Mit Bellas Zweifeln wird obendrein noch vor einer überstürzten Ehe gewarnt, aber eben auch irgendwo zwischen den Zeilen. Der erhobene Zeigefinger fehlt nämlich.

Action und Spannung kommen ebenfalls nicht zu kurz. Wie es auch in den anderen drei Teilen der Fall ist.

Egal, wie oft ich die Reihe lese. Ich bin immer wieder begeistert davon, wie sehr sich die einzelnen Stränge ineinanderfügen, wieviel sich die Autorin dabei gedacht hat. Die Biss-Reihe ist einfach auch handwerklich gut gemacht. Meiner Meinung nach kann sich so mancher Autor davon noch eine Scheibe abschneiden!

Erscheinungsdatum: Dezember 2009 (Kindle-Edition)

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen