Sonntag, März 01, 2015

Elke Aybar: Geheimnisse von Blut und Liebe - Machtsteine (Band 2)

Endlich wieder im Silbermond und man fühlt sich direkt wieder heimisch, wenngleich er sich gegenüber dem ersten Band deutlich gefüllt hat. Die Geschichte um Aurelie, David, Elody, Candid und Ruben geht endlich weiter. Was habe ich auf die Fortsetzung gewartet - und wurde für das Warten wirklich belohnt.

Der Schreibstil ist wie gehabt zuweilen verträumt, detailreich und lässt einfach das Kopfkino sofort anspringen. Trotzdem verliert sich der Roman nicht in Kleinigkeiten. Er weist eindeutig die richtige Mischung zwischen Beschreibung und Vorantreiben der Handlung auf. "Machtsteine" ist der zweite Band der "Geheimnisse von Blut und Liebe" und es ist schon notwendig, den ersten Band gelesen zu haben, sonst wird man nicht weit kommen und es blinken Fragezeichen über dem Kopf. "Machtsteine" knüpft auch direkt am Ende von "Dunkle Jagd" an. Aber keine Sorge, wenn die Lektüre des ersten Teils schon etwas zurück liegt. Man findet sich schnell wieder zurecht und hier und da werden auch kleine Rückblicke eingestreut, die die Erinnerung etwas auffrischen.

Während der erste Band noch zum größten Teil in der realen Welt spielt und man lediglich erahnt, dass es noch eine Parallelwelt gibt, spielt "Machtsteine" ausschließlich in dieser Paralellwelt, Lyathos. Elke Aybar beweist, dass sie das Zeug zu High Fantasy hat. Nebst dem verträumten Gasthof Silbermond kreiert sie eine fantastische Welt mit ihren eigenen Naturgesetzen, ihrer eigenen Gesellschaft, ihren eigenen Geschöpfen und Pflanzenwelt. Obwohl alles ganz eigen ist, ist es bei Weitem nicht übertrieben. Ich selbst bin eigentlich nicht so der Fan von High Fantasy, aber nach Lyathos lasse ich mich gerne entführen. Und obwohl ich am liebsten natürlich ausschließlich von Vampiren lese und andere Geschöpfe gerne auslasse, stört es mich hier nicht im Geringsten, dass es auch noch Wandler und auch Drachen gibt - hust, genau genommen ist es ja auch nur ein Drache, aber der hat es in sich.

Die Handlung ist vielschichtig aufgebaut. Man erfährt mehr über Aurelies verflossenen Demian (der sie auf etwas kuriose Weise hasst und begehrt zugleich), über den Einäugigen, der im ersten Band nur so nebenbei erwähnt wurde, es werden uralte Feindschaften und Komplotte beleuchtet, neue geschmiedet und ausgeführt und dazwischen tummelt sich noch irgendwie eine Dreiecksbeziehung zwischen Ruben, Aurelie und Elody. Ach ja, und David sitzt auch noch einer Verschwörung auf. Kurzum, an Handlung und Spannung mangelt es nicht und nun sitze ich da und muss wieder warten -auf den dritten Band. Denn natürlich muss ich einfach wissen, wie es mit meinen "Freunden" aus dem Silbermond weitergeht.

Eine ganz klare Leseempfehlung!

Erscheinungsdatum: Februar 2015

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