Montag, März 02, 2015

[Diskussion] Von Leseentscheidungen und Kindle Unlimited


1. Leseentscheidungen im Wandel - vom Print zum E-Book

Leseentscheidungen, also die Auswahl von Romanen, habe ich früher anders getroffen als heute. Früher bin ich in einen Buchladen gegangen, habe die Auslage durchgeschaut, Klappentexte gelesen und dann gekauft. Allerdings nicht zehn Bücher auf einmal, sondern eins, höchstens zwei. In meiner Tasche landeten ausschließlich Verlagstitel, denn diese waren es, die mir meist vor die Nase gesetzt worden sind. Den kleinen privaten Buchladen, wie er heute im Zuge des Amazon-Bashings immer hervorgehoben wird, gibt es bei uns nicht, es gibt nur Ketten. Dass es verlagslose Autoren gibt oder auch Indies, die zwar einen Verlag haben, aber ihre Promotion selbst in die Hand nehmen, wusste ich gar nicht.

1.1 Vom Bestseller-Autor zum Indie

Meine Kaufentscheidung wurde also maßgeblich von der Auswahl des Buchgeschäftes bestimmt und häufig auch von der Spiegel-Bestseller-Liste, deren Titel meist auch separat aufgebaut waren und es auch oft noch immer sind. Was viele lesen, ist meistens gut. Dass ich einen Buchladen mit einem speziellen Bücherwunsch betreten habe, kam nur bei Fachbüchern vor. Das Internet durchforstet, mich in Gruppen, Communitys und Foren erkundigt, was es lesenswertes Neues gibt? Fehlanzeige! Ich muss der wahre Albtraum eines Indies gewesen sein. Mit der Anschaffung meines Kindle Paperwhite änderte sich mein Kauf- und Leseverhalten sehr deutlich. (Die Entscheidung für das Amazon-Gerät fiel übrigens aufgrund der Zuverlässigkeit von Amazon und dem einfachen Handling.) Ich bekam Amazon-Bestseller vorgeschlagen, konnte in Kategorien stöbern und las zunehmend Bücher von Indies. Ich konnte die Neuerscheinungen viel bequemer durchsehen und die Rezensionen sind eine deutliche Erleichterung. Die Spiegel-Bestseller interessierten mich zunehmend weniger. Warum?

1.2 Der Preis macht's!

Recht schnell war die Enttäuschung über die Verlags-Titel groß. Die E-Books kosten fast das gleiche wie die Print-Ausgabe oder sind nur minimal günstiger. Zudem finden sich auch in den Verlags-E-Books deutlich mehr Schreibfehler als in einer gedruckten Ausgabe. Wie das sein kann, ist mir zwar ein Rätsel, soll aber hier nicht breit getreten werden. Natürlich bleibt der Aufwand bis zur Veröffentlichung derselbe. Aber beim Print habe ich etwas in der Hand, das ich obendrein auch weiterverkaufen kann, wenn es mir nicht gefällt, um so den "Verlust" eines Fehlkaufs zu minimieren. Beim E-Book kann ich das nicht. Dazu aber später mehr. Und warum soll ich für Verlagstitel das Doppelte oder Dreifache ausgeben, wenn es doch genug andere Bücher gibt. Mir geht es ums Lesen an sich und Verlagstitel sind nicht automatisch besser als andere. Zumal ich durch die ständige Verfügbarkeit der Bücher auch mehr lese und das Budget nicht grenzenlos ist. Also lieber mehr lesen und dafür günstiger. Der Indie hat mich also mit meinem E-Book-Reader zum Kunden gewonnen. Welche Autoren und Titel ich erwische, hängt allerdings immer noch zum großen Teil an Amazon, was mir vorgeschlagen und angezeigt wird. Suche ich nach neuen Vampirbüchern, sehe ich entweder die Neuerscheinungen durch oder lasse mir die Titel nach aufsteigendem Preis anzeigen. Bis 5 Euro bin ich eigentlich schnell mit dem Klicken, alles was preislich drüber geht, muss schon einigermaßen viele gute Rezensionen aufweisen. Neuerscheinungen haben es dann naturgemäß oftmals schwer. Sie werden auf dem Wunschzettel geparkt, bis einige Rezensionen zusammenkommen. Und manchmal vergesse ich sie auf dem Wunschzettel, wenn nach einiger Zeit nur drei "gekaufte" Rezensionen von Freunden und Bekannten vorhanden sind. Irgendwann lösche ich sie dann von meinem Wunschzettel.
Rezensionen sind also enorm wichtig für mich. Nach und nach maß ich ihnen immer mehr Bedeutung bei. Aus folgendem Grund:

2. Der Indie - ein Risiko

Diese These beruht nicht auf Vorurteilen, sondern auf Erfahrung. Ich habe schon viele Perlen entdeckt, von denen ich mir wünsche, sie irgendwann auf der Kinoleinwand zu sehen. Aber oft genug wurde ich auch sehr enttäuscht, sodass es mir auch um kleine Beträge wie 2,99 € oder 3,99 € leid tat und über andere Publikationen, die mitunter sogar teurer waren, ärgere ich mich noch heute. Deswegen verlange ich seit einer Weile bei Anfragen auch Rezensions-Exemplare. Zu Beginn des Blogs habe ich alle Bücher gekauft und wurde auch oft genug enttäuscht. Im Gegensatz zu den Autoren verdiene ich mit dem Blog gar nichts. Will ich auch nicht, ich betreibe ihn aus Spaß an der Freude. Aber draufzahlen will ich eben auch nicht. Wer eine Rezi von mir will, soll mir dann auch sein Buch zur Verfügung stellen. Ich selbst gehe auf die Autoren nicht zu und erbettele mir Rezensionsexemplare. Der Lesestoff wird mir so schnell nicht ausgehen. Aber zurück zur These. Warum ist der Indie ein Risiko?

2.1 Qualitätsansprüche

Vielleicht habe ich höhere Ansprüche als Leser als andere. Das mag sein. Aber ich denke nicht, dass meine Ansprüche zu hoch oder nicht erfüllbar sind. Wer sich Autor schimpfen will, sollte sein Handwerkszeug beherrschen. Damit meine ich noch nicht einmal eine spannende Handlung, anschauliche Figuren oder einfach einen schönen Plot. Es geht mir ganz banal um Rechtschreibung und Zeichensetzung. Wer den Kopf voller Ideen hat, aber an der formalen Richtigkeit scheitert, hat, wenn er professionell arbeiten will oder sich eine Karriere mit dem Schreiben aufbauen will, gefälligst ein Korrektorat zu bemühen. Es ist mir egal, wieviel das den Autor kostet und welches finanzielles Risiko er damit eingeht. Es wird niemand gezwungen, Autor zu werden. Wer aber diesen Schritt nicht geht, wird ohnehin niemals zu Ansehen gelangen, abgesehen davon. Außerdem sollen diejenigen, die dieses Risiko eingehen, auch belohnt werden. Ich bin dazu übergegangen, Bücher mit schlechter Rechtschreibung und Zeichensetzung auch bei Amazon dementsprechend schlecht zu bewerten. Mir braucht auch keiner damit kommen, dass beides nicht so wichtig wäre. Doch, ist es. Es mag viele Leser geben, die selber keinen Plan davon haben. Aber mir sticht jeder Fehler ins Auge und mein Lesevergnügen schwindet mit jedem Fehler. Ich lese aber zum Vergnügen, ich gebe Geld dafür aus und deshalb verlange ich zumindest formale Richtigkeit. Ich denke, das ist nicht zuviel verlangt. Ein weiteres Risiko ist bei Indies deutlich größer als bei Verlagsautoren:

2.2 Viele fühlen sich berufen, nur wenige sind auserwählt (oder haben einen guten Lektor)

Ein Roman kann sprachlich fehlerfrei sein und doch sterbenslangweilig. Denn sich einfach an den PC setzen und seinen Kopf leer schreiben, damit ist es nur bei den wirklich allerwenigsten mit einer Naturbegabung getan. Ich muss zugeben, dass ich durch schlechte Indie-Bücher wahrscheinlich mehr über die Textanalyse und den Aufbau einer Handlung gelernt habe als im gesamten Literaturstudium. Denn herauszufinden, warum ein Text funktioniert (oder eben nicht) ist furchtbar spannend. Und bei Texten, die nicht funktionieren, ist der Erkenntnisgewinn weitaus höher. Nichtsdestotrotz will ich natürlich spannende Romane lesen. Den meisten Texten merkt man sofort an, ob sie lektoriert und überarbeitet sind oder ob einfach nur die Ideen niedergeschrieben worden sind und dann mit einem "Wird schon passen" veröffentlicht worden sind. Im Grunde handelt es sich also auch um einen Qualitätsanspruch, dass ein Text einem gewissen Schema folgt und die Kniffe im Schreiben beherrscht werden.  Ein Lektorat kann helfen. Leider sieht man einem Roman aber vorher nicht an, ob er lektoriert worden ist. Zumal oft auch ein Lektorat angegeben wird, was aber vielleicht die Tante, der Schwager oder der Nachbar war. Auch hier kann man nur auf die Rezensionen bauen und selbst dann werde ich noch oft genug enttäuscht. Was aber tun, wenn ich einen miesen Indie erwischt habe?

2.3 Das Nutzungsrecht beim E-Book

Immer wieder ist der Aufschrei bei den Autoren groß, wenn wieder eine Plattform entdeckt wird, auf der illegal E-Books getauscht werden, natürlich kostenlos. Beim Kauf eines E-Books erwirbt man jedoch nur ein Nutzungsrecht. Das E-Book darf nicht einfach weiterverkauft werden oder überhaupt kopiert und verbreitet werden. Verleihen kann man es nur dann, wenn man den Reader mit verleiht (aber wer will das schon). Wie ich zu Beginn schon angesprochen habe, konnte ich Print-Exemplare einfach weiter verscherbeln. Ist natürlich auch nicht im Sinne des Verlages, aber der Schaden hält sich in Grenzen. Schließlich habe ich das Buch ja nur einmal zur Verfügung, während das E-Book aber kopiert und damit illegal vervielfältigt wird. Das Original wechselt ja nicht den Besitzer. Daher ist es durchaus nachvollziehbar, dass nur das Nutzungsrecht verkauft wird. Das Problem für den Leser ist aber, dass sein Geld unwiederbringlich futsch ist, ganz gleich, ob das Buch gut oder schlecht ist. Auch hier ist der Indie ein größeres Risiko, wie ich in den vergangenen beiden Punkten versucht habe darzulegen. Da ich aber weder zu den teureren Verlagstiteln zurückkehren möchte noch darauf bauen kann, dass jeder Indie ein Korrektorat und Lektorat bemühen wird, bleiben nur die Rezensionen. Oder aber

3. Kindle unlimited - ein Ausweg?

Das böse, böse Amazon schlägt mir vor, für nur 9,99 € im Monat, soviel zu lesen wie ich möchte. Es ist zwar nicht jeder Titel verfügbar, aber viele genug, um damit ein ganzes Leseleben zu bedienen. Ich muss zugeben, mich hat die Lese-Flatrate vom Tag ihrer Einführung an gereizt. Dennoch habe ich mich erst dagegen entschieden.

3.1 Meine Abwägungen

Man ist ja gierig. Ja, ich gebe es offen zu. Wenn ich eine Lese-Flat buche, dann soll es auch eine Lese-Flat sein. Dass ich dann aber keine Spiegel-Bestseller lesen kann, hat mich kurzfristig in eine Art Trotzphase geworfen. Ne, ist ja doof, wenn ich nicht wirklich jedes Buch lesen kann, dachte ich mir. Aber dann bin ich natürlich Amazon auf den Leim gegangen, das mir fortan fast nur noch Bücher vorschlug, die auch über Kindle unlimited lesbar sind. Jedes Mal, wenn ich auf der Suche nach einem neuen Titel war, spielte ich aufs Neue mit dem Gedanken, das Abo abzuschließen. Es sind ja doch ganz schön viele Titel, die damit leihbar sind (zumindest scheint es durch die Vorschläge so). Ich begann, Buch darüber zu führen, wieviel ich lese und wieviel ich für E-Books ausgebe. Aber auch wenn man die günstigen Indie-Bücher kauft, hat man die 9,99 € schnell überstiegen - zumindest war es für mich keine Hürde. Ich habe diesen Zehner im Monat sogar so weit übertroffen, dass auch Monate, in denen ich nicht soviel zum Lesen komme, tolerierbar sind. Das war ausschlaggebend genug. Ich habe vergangenen Samstag die Lese-Flat zugebucht. Und Spiegel-Bestseller habe ich ohnehin schon lange nicht mehr gelesen. Was soll's also?

Ich habe mir vorgenommen, ein Jahr lang jeden Titel aufzuschreiben, den ich lese sowie dessen Preis, wenn ich ihn kaufen würde, um dann ganz genau sagen zu können, ob und welchen finanziellen Vorteil ich aus der Flatrate ziehen kann. Mein Dilemma mit den Indies ist dann ebenfalls gelöst. Gefällt mir ein Roman nicht, kann ich ihn ohne mich ärgern zu müssen abbrechen. Ich habe ihn ja nicht separat bezahlt (eine schlechte Rezi gibt's trotzdem!). Damit sehe ich Kindle unlimited als Chance für Indies.

3.2 Eine Chance für Indies?

Zugegeben, ich habe nur wenig Ahnung vom Buchgeschäft hinter den Kulissen. Was kriegt ein Autor und von wem wird er am meisten abgezockt? Keine Ahnung! Als Leser interessiert es mich auch ehrlich gesagt nicht wirklich, ich gebe es zu. Was mir mein Leben im Beruf schwer macht und dass ich ungerecht bezahlt werde, interessiert auch keine Sau (Entschuldigung). Nicht jammern, sondern machen. Der Indie oder auch jeder andere Autor wird nur von vielen verkauften Büchern leben können. Wie kriegt man also die Leute dazu, dass sie den eigenen Roman lesen? Soziale Netzwerke, Gruppen, Blogs, keine Ahnung, die Print-Ausgabe beim kleinen Buchladen um die Ecke? (Zu oft "Email für dich" angeschaut?) Ich kenne mich auch nicht mit dem Buchmarketing aus, muss ich auch zugeben. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man nur mit dem Buchladen um die Ecke oder ein bisschen Werbung in den sozialen Netzwerken die Verkaufszahlen erreicht, damit man vom Schreiben leben kann. Ich selbst treibe mich auch nur wegen meines Blogs in solchen Gruppen herum. Hätte ich diesen nicht, würde ich mich auf die mir vorgeschlagenen Titel bei Amazon verlassen und so, ähnlich wie früher im Buchladen, meine Leseentscheidung treffen. Nicht jeder, der liest, beschäftigt sich mit dem Autor oder sucht dessen Nähe oder liest in Gruppen oder Foren. Außerdem sucht man nur nach einem Autor, wenn man ihn schon kennt bzw. einen Titel von ihm. Bei einer Autorendiskussion habe ich einmal gelesen, dass es wichtig ist, in möglichst vielen Suchkategorien aufzutauchen, die diverse Plattformen anbieten. Ich glaube, diese Aussage trifft voll zu. Da hilft auch kein Amazon-Bashing oder Jammern, sondern die Gelegenheit beim Schopfe packen. Denn mit Kindle unlimited ändert sich auch die Leseentscheidung.

4. Neue Auswahlkriterien

Mit meinem neuen Lese-Abo werde ich Titel anders auswählen als bisher. Natürlich werde ich erstmal so viele Titel der Leihbücherei lesen, bis ich die zehn Euro voll habe. Ich werde mich eher auf Titel einlassen, die ich nicht separat bezahlen muss. Denn sollten sie schlecht sein, kann ich sie einfach abbrechen und muss sie nicht zu Ende lesen. Klar, müsste ich bei gekauften Titeln auch nicht, es ist aber doch ein Unterschied, ob ich etwas wirklich gekauft habe oder nur geliehen. Mein Geld ist nicht futsch. Auf der anderen Seite werde ich mir sehr überlegen, ob ich Titel kaufe, die nicht zu leihen sind. Denn Indies gibt es viele und jeder will, dass seine Bücher gelesen werden. Aber alle kaufen? Ich habe keinen Dukatenesel zuhause. Titel, die ich in absehbarer Zeit noch kaufen werde, werden von Autoren sein, die mich schon begeistern konnten. In der Masse der Autoren sind das aber herzlich wenig. Amazon macht es mir auch einfach. Schließlich kann ich die Vorschläge nach Kindle unlimited filtern. Heißt wiederum für Autoren außerhalb der Leihbücherei, dass ich weniger häufig rein zufällig über einen Roman stolpern werde. Seien wir doch ehrlich, die meisten Bücher werden aus einem Zufall heraus gelesen, wie auch immer dieser Zustande kommen mag. Werbung für den eigenen Roman ist sicherlich wichtig, aber ich denke nicht, dass sie soviele Leute erreicht, dass man davon leben kann. Man braucht sozusagen die Laufkundschaft und die erreicht man nur, wenn man in so vielen Kategorien wie möglich angezeigt wird.

Bildnachweis: FreeImages.com / Márcia Rodrigues

Kommentare:

  1. Ein sehr interessantes Thema und ein toller Beitrag. Ich liebäugle ja auch mit dem Abo. Es sind schon einige Bücher dabei, die mich ansprechen. Allerdings fehlen mir derzeit noch zu viele Titel. Indie-Autoren sind wirklich toll, ich möchte sie nicht missen - ich liebe aber auch Verlags-Autoren und möchte meine angefangenen Reihen zu Ende lesen. Deshalb kaufe ich mir auch weiterhin meine Bücher oder leihe sie mir aus der Bibliothek oder von Freunden. Kindle Unlimited werde ich vielleicht zusätzlich nutzen. Momentan glaube ich aber nicht, dass es sich für mich lohnt. Aus der Kindle Leihbücherei darf ich ja jeden Monat mit meinem Prime Abo sowieso ein Buch kostenlos ausleihen. Daher belasse ich es vorerst einmal dabei. Obwohl ich dir schon recht geben muss, es gibt wirklich tolle Indie-Autoren und meine Wunschliste wird diesbezüglich auch immer länger. Andererseits kommt es eben leider auch sehr oft vor, dass das E-Book nur so vor Fehlern strotzt. Das ist mir zum Glück noch nicht sehr oft passiert. Meistens waren die Fehler vertretbar, ein paar Mal war es aber leider schon so extrem, dass ich auch in meinen Rezensionen darauf hinweisen musste.

    Ich kaufe aber auch viele englische E-Books und da kann man auch bei Verlags-Autoren richtige Schnäppchen machen. Ich kaufe zwar auch "richtige" englische Bücher (vor allem schöne Schuber), in letzter Zeit aber auch viele E-Books. Bei Preisen zwischen 0 und 4 Euro kann ich einfach nicht widerstehen. Da sind auch immer wieder ganz viele tolle E-Books dabei. Außerdem kann man Reihen dann oft direkt weiterlesen, ohne auf die deutsche Übersetzung warten zu müssen und kann seine Englischkenntnisse auffrischen. Das ist auch ein großer Vorteil.

    Zudem bin ich zugegebenermaßen ein riesen Fan von gebrauchten Büchern. Mir geht es da nämlich ähnlich wie dir (ich musste sehr über deine Aussage mit dem Dukatenesel schmunzeln), ich bin auch darauf angewiesen, sparsam einzukaufen. Viele meiner Bücher stammen daher vom Flohmarkt, von Mängelexemplarausverkäufen oder gebraucht aus Kleinanzeigen oder dem Internet. Rezensionsexemplare fordere ich eigentlich auch keine selber an. Ab und zu mache ich bei Lovelybooks bei einer Leserunde mit, bei der ich das Buch kostenlos bekomme. Ich nehme aber auch an Runden teil, bei denen man das Buch selber kaufen muss. Wenn ich Rezensionsanfragen bekomme, nehme ich sie nur an, wenn mich das Buch wirklich interessiert oder ich schon viel Gutes darüber gehört habe. Ansonsten kaufe ich mir meine Bücher lieber selber. Ich mag diesen Druck nämlich nicht, den man bei Rezensionsexemplaren oft hat. Man sollte die Bücher natürlich zeitnah lesen, das ist schon klar. Mir kommt aber oft privat etwas dazwischen und dann kann es sein, dass ich etwas länger zum Lesen brauche. Außerdem ist es leider auch so, dass ich nicht immer eine gute Bewertung zu einem Rezensionsexemplar abgeben kann. Das tut mir dann zwar leid, aber ich bewerte die Bücher alle ehrlich. Das kommt bei den meisten Autoren zwar gut an, trotzdem ist es mir manchmal schon etwas unangenehm. Deshalb will ich es mit den Rezensionsexemplaren auch nicht übertreiben.

    Ich bin schon sehr auf dein Fazit zu Kindle Unlimited gespannt und hoffe, dass du damit viel sparen kannst :)

    Liebe Grüße,
    Lady Moonlight

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    1. Danke dir für deinen ausführlichen Kommentar!

      Bei mir ist es halt auch so, dass ich wirklich komplett auf E-Books umgestiegen bin. Meine Bücherregale waren zum Bersten voll. Es ging einfach nicht mehr. Und wenn man ausschließlich E-Books liest, sollte sich die Flat schon lohnen. Hab auch keine angefangenen Reihen von Verlagen rumfliegen. Bzw. zwei oder drei Titel noch, die ich wohl noch auf alle Fälle kaufen werde und diese sind preislich akzeptabel.

      Wenn ein Rezi-Exemplar wirklich schlecht ist, geb ich dem Autor per Mail ein detailliertes Feedback und veröffentliche in der Regel keine Rezi. Ich bin aber auch nicht unglücklich, dass sich die Anfragen in Grenzen halten. Man ist einfach objektiver.

      Lg, Karin

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