Donnerstag, Juni 04, 2015

Social Networking Teil 2: Sei eine Marke!

"Sei eine Marke!" ist ja der Tipp schlechthin. Keine Empfehlung kommt ohne ihn aus. Da liegt der Gedanke nahe, dass ja tatsächlich etwas dran sein könnte. "Sei eine Marke!" meint dein Blog- oder Webseiten-Design, deinen Blog-Titel oder dein Pseudonym. "Sei eine Marke!" meint, dass du einzigartig sein sollt, um aus der Masse herauszustechen. Lieber Autor, da haben wir schon unseren ersten Schlamassel. Es ist ja nicht so, dass es kaum Autoren oder Buchblogger gäbe. Beides gibt es leider Gottes wie Sand am Meer und deshalb sind wir ja hier. Wie soll man da herausstechen?

Übernimm auf keinen Fall einfach so eine Vorlage! Alles muss ganz furchtbar individuell sein, damit man deine Seite gleich wieder erkennt. Man merkt, so wirklich ernst habe ich dieses Dogma bisher nicht genommen. Natürlich habe ich nicht einfach so ein Design übernommen, sondern habe es schon individualisiert. Ob das Design von "Vampirjagd - Kindle der Nacht" aber in seiner Einzigartigkeit überragend war, mag ich bezweifeln, aber Wiedererkennungswert hatte das alte Gesicht meines Blogs wohl.

Wie dem auch sei, bei Karins Kindle habe ich mehr getan als beim alten Blog. Ich habe mir den Header mit der Foto-Bearbeitungsapp PicsArt selbst erstellt. Gut, der Header mag nun nicht überragend sein, aber ich habe ihn selbst gestaltet und mit Absicht kein Bücherregal als Hintergrund genommen. Die Blog-Vorlage habe ich farbtechnisch daran angepasst. Warum man dafür unbedingt ein Bild gestalten soll, habe ich lange nicht verstanden. Bis ich dann gelesen habe, dass der Header in Bildform eben auf jedem Gerät gleich angezeigt wird, während es mit ausgewählten Schriftarten schon mal zu Problemen kommen kann. Zudem wird der Bild-Header auch in die mobile Ansicht transportiert, was bei der Schriftauswahl nicht immer der Fall war - und das Gesicht soll ja immer gleich aussehen, nicht wahr? Man will ja wiedererkannt werden. Deshalb habe ich mir auch eine Reihe von Bildchen für die Illustration der Blogposts selbst erstellt. Ihnen gemeinsam sind die Farbpalette, Aufbau und Schriftarten.

Letzte Woche hab ich natürlich die Todsünde schlechthin begangen. Ich habe meinem Blog eine neue URL verpasst, weil die alte einfach nicht mehr passte. Natürlich wirft mich das nun erst einmal zurück, gerade was die Follower bei GFC angeht, aber was ist schon eine Zahl? Nun passt die URL eben auch zum Blog - und zu mir. Lieber jetzt als später! Außerdem hatte ich das Gefühl, dass die alte URL viele auch abgeschreckt hat, die mit Vampiren eben nichts anfangen können. Dabei habe ich doch soviel mehr zu bieten! Nein, nein, die alte Vampirjagd-Adresse musste weg, es half nichts.

Soviel zum Layout. Aber auch der Inhalt soll sich von anderen deutlich unterscheiden und für andere einen deutlichen Mehrwert haben (= Content), was in unserer Situation, lieber Autor, ja gar nicht so leicht ist. Ich für mich versuche natürlich mit einem anderen, tiefgründigeren Rezi-Aufbau aufzufallen und mit meiner Leser-Reflexion. Du als Autor musst das Gleichgewicht aus Außergewöhnlichkeit und Gewöhnlichkeit finden. Denn ob Liebesroman oder Krimi, der Leser hat ja eine gewisse Erwartungshaltung, aber immer nur dasselbe will er eben auch nicht lesen... Ein gordischer Knoten.

Insgesamt ist der Tipp "Sei eine Marke!" für mich am besten nachzuvollziehen, aber auch am schwierigsten umzusetzen, wenn man über wenig oder kaum Marketingkenntnisse besitzt. Trotzdem reicht die Marke allein ja nicht aus, um sich mit seiner Schreiberei erfolgreich zu machen. Denn es hilft nichts, wenn keiner die Marke kennt. Ich hoffe für mich, dass der neue Blogname zumindest bessser mit meinem Realnamen verknüpft wird. Karins Kindle mag zwar wiederum nicht überragend kreativ sein, aber zumindest leicht zu merken. Ich bilde mir auch ein, dass er sich deutlich von anderen Bücherblogs absetzt. Ich habe keine Bücherecke, kein Bücherregal, keine Bücherwelt oder Bookworld, selbiges gilt für Komposita mit Lesen. Zudem lese ich wirklich nur noch E-Books mit dem Kindle UND seit Februar eigentlich auch nur noch Bücher aus dem Kindle-unlimited-Sortiment. Ist ja doch auch eine gewisse Spezialisierung, die nicht jeder hat. Zudem bin ich damit eine Chance für Indies. Denn ich ziehe den leihbaren Indie-Titel immer dem nicht-leihbaren und viel teureren Verlagstitel vor.

Letzendlich kann ein Layout nur unterstützend wirken, Denn wenn der Inhalt nicht stimmt, werden die Abonnenten trotzdem ausbleiben. Ich habe in letzter Zeit schon viel am Layout gebastelt und immer wieder fallen mir Dinge auf, die ich anders haben möchte. Ergeht es dir genauso? Sag's mir in den Kommentaren!

Liebe Grüße
Karin

Bildnachweis: FreeImages.com / dimitri_c

Die einzelnen Teile der Serie:

Teil 1: Wie funktioniert Social Networking
Teil 2: Sei eine Marke!
Teil 3: Poste regelmäßig! (erscheint am 11. Juni 2015)
Teil 4: Lies andere Blogs! (erscheint am 18. Juni 2015)
Teil 5: Teile deine Beiträge! - Okay, aber wo? (erscheint am 25. Juni 2015)
Teil 6: Sei eine Rampensau! - Sichtbarkeit im Netz (erscheint am 2. Juli 2015)
Teil 7: Reflektiere deine Beiträge! (erscheint am 9. Juli 2015)
Teil 8: Die Stunde der Wahrheit  (erscheint am 16. Juli 2015)

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