Donnerstag, Juli 23, 2015

[Diskussion] Facebook-Gruppen - Wie viele braucht man?

Im Rahmen meines Social-Networking-Versuchs bin ich einer Reihe von Facebook-Gruppen beigetreten. Viele Gruppen, die ähnliche Posts erlauben oder verbieten. Diese Gruppen sind wahre Zeitfresser, wenn man alle durchsehen will, hier und da kommentieren möchte oder nach Aktionen sucht. Ich komme darüberhinaus auch immer durcheinander, in welcher Gruppe gerade was los ist. Beim Teilen meiner Beiträge muss ich mich jedes Mal mühsam durch die fixierten Beiträge klicken, weil ich vergesse, in welcher Gruppe ich welche Blogposts teilen darf.

Ich bin allgemeinen Bloggergruppen (Blogger Netzwerk, werde Leser - bekomme Leser, Blogtouren, Blogparaden, Blogger für Aktionen) beigetreten und dann noch spezialisierten Bücherblog-Gruppen (Bücherblogger, Buchblogger, GFC-Follower Bücherbloggs). Gerade die Buchblogger scheinen doch ein eigenes Völkchen zu sein, denn es laufen schon länger ein paar Anfragen bei weiteren Gruppen. Warum man mich vielleicht nicht aufnehmen will, ist mir schleierhaft. Wer nicht will, der hat schon...

Die Qualität der Gruppen ist sehr unterschiedlich. Gruppen, die nur das Posten von Rezensionen erlauben, finde ich wenig gewinnbringend. Eine Gruppe zu diesem Zweck reicht völlig aus, da in den meisten Gruppen sowieso die gleichen Mitglieder beigetreten sind. Meine Rezensionen poste ich also nur noch in der Gruppe "Bücher, die man lesen muss" mit etwa 5000 Mitgliedern. Ich suche mir eigentlich immer die größten Gruppen aus, denn schließlich habe ich dort ja am meisten potenzielle Leser. Ein nachvollziehbares Gegenargument ist zwar, dass der eigene Beitrag wegen vieler anderen Post schnell untergehen kann, aber das Risiko gehe ich ein. Ich habe nicht die Zeit, meine Rezis in zehn verschiedenen Gruppen à 100 Mitglieder zu posten. Gerade die Rezis bieten anscheinend ohnehin den geringsten Content, egal, wie man sie verstreut. Theoretisch könnte ich sie auch nur auf meiner Facebook-Seite und auf der des betreffenden Autors posten. Muss ich mal testen...

Eine weitere interessante Gruppe ist "werde Leser - bekomme Leser", da diese nicht auf Buchblogger festgelegt ist. Die Gruppe lohnt sich also für meine Diskussionsartikel und für meine kleinen Geschichten meines zweiten Blogs. Sie hat ebenfalls etwa 5000 Mitglieder und ich kann alle Blogbeiträge posten, egal welcher Art.

Die weiteren Gruppen sind eigentlich nur dazu da, um auf Aktionen aufmerksam zu werden. Schade aber, dass es viele Gruppen mit relativ wenig Mitgliedern sind. Man muss sich doch immer durchklicken, was einfach nur lästig ist. Gute Anregungen gibt es in der Gruppe "Blogparaden", die auch meist mit nicht soviel Aufwand verbunden sind. Bei anderen Gruppen wie "Blogger für Aktionen" muss ich erst einmal beobachten, inwiefern sie thematisch für mich relevant sind.

Wenn ich merke, dass eine Gruppe von mir ungelesen in der Sidebar versauert, verlasse ich sie. Je weniger dort nämlich aufgeführt ist, umso weniger Risiko besteht, dass man Zeit damit verplempert.

Keinen Mehrwert haben auch Gruppen mit ganz strengen Posting-Regeln oder wo versucht wird, den Stream "sauber" zu halten und man hier und da nur die Dateien erweitern darf. Ja hallo? Wer sieht denn die wirklich ernsthaft durch? Ich auf alle Fälle nicht! Es kostet einfach Zeit, sich das alles herzuholen und die haben wir nicht. Basta. Es sei denn, du hast ein besseres Gedächtnis als ich und bekommst auf die Reihe, wo du was posten kannst, sodass dir keine Zeit verloren geht. Man muss auch die Angst ablegen, dass man etwas versäumen könnte. Es trägt einen schon dahin, wo man hin soll!

So ernsthaft habe ich diesen Blogpost vorbereitet, wollte es besonders vernünftig und auch ehrlich angehen. Dann habe ich mich mit einer anderen Bloggerin über die Reichweite der Facebook-Seite ausgetauscht und den Rat bekommen, meine Beiträge in vielen Gruppen zu teilen. Tja, was soll ich sagen. Es stimmt. Je mehr Gruppen, desto höher die Reichweite. So sieht's aus. Von anderen Beiträgen durchschauen hat keiner was gesagt. Dann klappt's auch mit dem Zeitmanagement. Weniger lesen, mehr teilen scheint die Devise zu sein. Da aber auch die Seitenaufrufe steigen, verpufft das Verbreiten auch nicht im Nichts. 

Fazit also: Teilen, teilen, teilen. Die Gruppen, wo du das nicht darfst, kannst du weglassen.

Bildnachweis: FreeImages.com / Peter E

Kommentare:

  1. Hihi, so sieht es aus! Und du hast völlig Recht mit den Gruppen, wo nichts erlaubt ist und wenn nur in Ordner, Dokumente, usw. Aus den Gruppen bin ich auch wieder ausgetreten :)

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    1. Nur in Dokumenten oder gesammelt als Kommentar unter einem Post ist doch auch Schwachsinn. Wer sieht das denn ernsthaft durch? Die Arbeit kann man sich doch dann direkt sparen. Wobei mein Traum ja ist, dass ich mir das Teilen ganz sparen kann. Dass sich die Leute denken "Ach, heute müsste doch die Futschik wieder was eingestellt haben." Das wäre toll :D

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  2. Huhu liebe Karin, ich bin ganz deiner Meinung. Und das mit den ganzen Dokumenten... naja, dazu muss man nichts sagen, lach :-)

    Liebe Grüße, Ines

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