Donnerstag, Juli 30, 2015

[Diskussion] Posts planen und automatisch teilen


Nun blogge ich schon zwei Jahre und erst jetzt komme ich auf die glorreiche Idee, dass ich ja die Posts auch planen und automatisch teilen könnte. Warum erst jetzt? Zum einen war mir wohl immer zuwider, wenn auf meinen Profilen etwas passiert, ohne dass ich es sofort kontrollieren kann. Andererseits war mir nicht so wichtig, ob meine geistigen Ergüsse gelesen werden. Deshalb habe ich einen Beitrag geschrieben und ihn dann eben geteilt. Egal, zu welcher Uhrzeit. In manchen Zeiten habe ich sehr regelmäßig gepostet, dann wochenlang wieder nichts. Wie wir aber bei meinem Versuch zum Social Networking gesehen haben, sind regelmäßige Posts förderlich, um sich eine dauerhafte Leserschaft aufzubauen. Zwangsweise sollte man sich seine Textproduktionen also einteilen, so schwer es auch fällt, diese nicht gleich in die Welt zu schmeißen, wenn sie fertig sind.

Die Blogposts sollten also geplant werden. Professionelle Seiten sprechen von einem Redaktionsplan, was mich ehrlich gesagt eine ganze Zeit lang ziemlich abgeschreckt hat. Pfff. Ich blogge doch zum Spaß! Da lege ich mir doch keinen Zwang auf!
Muss ja auch nicht sein. Inzwischen habe ich einen Terminkalender, wo ich mir eintrage, wann ich was veröffentlichen will.
Man kann die Veröffentlichung der Blogposts beim Erstellen planen. Das heißt, man legt fest, an welchem Tag zu welcher Uhrzeit der Post online gehen soll (bei Blogger in der rechten Sidebar). Das ist ja recht schön und gut, aber irgendwann habe ich vergessen, bei welchem Datum ich inzwischen angelangt bin. Den Artikel, den du gerade liest, habe ich zum Beispiel im Juni geschrieben. Ein Terminkalender ist da wirklich, wirklich hilfreich, um nicht den Überblick zu verlieren oder ständig hin- und herklicken zu müssen.

Außerdem habe ich nun endlich einen Platz für meine Ideen. Bisher wurden die nämlich immer irgendwo aufgeschrieben. Jetzt entfällt mir keine Idee mehr und ich kann sogar gleich festlegen, wann ich sie veröffentlichen will. Dabei achte ich natürlich darauf, einen entsprechenden Puffer zu haben, um die Idee auch niederschreiben zu können. Manchmal hat man eben mehr Zeit, manchmal weniger. Wie heißt es außerdem? Spare in der Zeit (an Veröffentlichungen), dann hast du in der Not! So, genug Phrasen gedroschen.

Was hat es mit dem automatischen Teilen auf sich? Mir geht es meistens noch so, dass ich kaum Seitenaufrufe verzeichnen kann, wenn ich die Posts nicht in den sozialen Netzwerken verteile. Bei Blogger gibt es die Möglichkeit, seine Posts automatisch auf Google+ teilen zu lassen. Von dort kann ich sie über Friends+me auch auf Facebook verbreiten. Allerdings sieht das Ganze dann ziemlich unpersönlich aus. Nachdem ich es eine Weile getestet habe, bin ich davon wieder abgerückt. Da ist es sinnvoller, parallel den Post auf der Facebook-Seite zu planen, um persönliche Worte, die immer passend sind, anzufügen. Wer dennoch automatisch teilen lassen will, kann zum Beispiel auch ifttt - ifthisthanthat nutzen. Hier können ganz einfach "Rezepte" kreiert werden, was wann passieren soll. Man kann nach häufig verwendeten Rezepten suchen oder selbst welche erstellen. So eben zum Beispiel, dass ein neuer Blogpost automatisch bei Facebook, Twitter und und und online gehen soll.

Durch die Planung deiner Posts und dem automatischen Teilen ist dein Blog sozusagen völlig unabhängig von dir und du kannst zu Uhrzeiten posten, an denen du die meiste Rückmeldung erhältst. Das sind einerseits natürlich Zeiten, zu denen die meisten online sind (Mittagspause, Feierabend...) oder je nach Content Zeiten, die du nach und nach herausgefiltert hast. Außerdem hat man dann noch reichlich Zeit, die Artikel sitzen zu lassen und zu überarbeiten.

Bildnachweis: FreeImages.com / Patryk Spezjal

Kommentare:

  1. Liebe Karin,

    wieder einmal ein schöner Artikel! Ich plane tatsächlich, wenn mehrere Themen aufgelaufen sind, aber dann eher im Sinne, wie bringe ich da Abwechslung rein. Zeitpunkt wird auch berücksichtig, jedoch nicht immer. Das "echte" Planen nutze ich nur, wenn ich mal ein paar Tage nicht am PC sein kann oder bei zu vielen anderen Terminen Angst habe, es zu vergessen. Da ist das echt ungemein praktisch. Bei einem längerfristigen Redaktionsplan hätte ich Angst, mich gedanklich gar nicht mehr auf das Thema einlassen und zu viel nachlesen zu müssen.
    Blog-Ideen sammel ich tatsächlich in Posts mit entsprechender Überschrift. Wenn ich mal nichts anderes zu berichten habe, greife ich eine davon auf und überarbeite sie.
    Automatisch teilen tu ich allerdings selten. Ich finde es, wie Du in dem Kommentar hier schon andeutest, schöner, wenn ich noch ein, zwei Sätze dazu schreibe, um die Leute neugierig zu machen. Deshalb fällt mir auch das längerfristige Planen schwer (siehe oben ;) )

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Liebe Sandra, danke für deinen Erfahrungsbericht. Ich glaube, damit ist es wie mit vielem anderen. Man braucht es ja nicht gleich übertreiben oder dogmatisch werden. Ich nutze ja schon die unterschiedliche Anzeige, ob Entwurf oder Geplant im Dashboard, um den Überblick zu behalten. Was ich hier als Redaktionsplan bezeichne, da werden andere Blogger vielleicht lachen. Habe die letzten zwei Monate auch recht viel rausgehauen, das kann ich so auf Dauer auch nicht stemmen. Zwei, dreimal die Woche sollen es nun werden, sonst gibts gar keine Rezis mehr :P

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  2. Wichtig ist auch die Erfolgskontrolle nicht aus den Augen zu lassen. Mit Plan wird das dann zu einer Pflichtaufgabe und mit der Pflicht kann leicht der Schlendrian kommen.

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    1. Glaub ich gar nicht so. Man will ja gelesen werden und auf Facebook verteilt sich der Beitrag ja nicht allein. Also wird man ja doch aktiv - und kontrolliert gleichzeitig die Zahlen. Also ich mach es so :) Ich weiß ja trotzdem, wann was online geht.

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  3. Liebe Karin, danke für diesen interessanten Artikel! Jetzt verstehe ich endlich den Sinn von Blogs... der mir bisher noch verborgen geblieben ist. Aber wenn man Blogs auf diese Weise nutzen kann, macht es ja wirklich Sinn, Blogger zu sein...

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