Freitag, August 21, 2015

[Diskussion] Grey - und was Edward dazu sagt


Heute ist es also so weit. Fifty Shades of Grey geht in die nächste Runde. Dieses Mal nicht aus der Sicht der unbedarften, ja glatt unschuldigen Ana, sondern dieses Mal darf der Meister himself dran. Christian erzählt - dieselbe Story, wohlgemerkt. Dass es die Leser trotzdem reizt, verständlich. Die Sichtweise von Christian Grey kennenzulernen ist wie ein Blick hinter die Kulissen. Oder in eine gequälte Seele, was dem Voyeurismus noch mehr entgegenkommt als die ersten drei Bände aus Anastasias Perspektive.

Weithin bekannt ist inzwischen, dass es sich bei Shades of Grey eigentlich um eine Fan Fiction zur Twilight-Saga von Stephenie Meyer handelt. Umso interessanter ist es, dass zwar auch Stephenie Meyer geplant hatte, ihre Tetralogie mit einem Perspektivwechsel - von Bella zu Edward - neu aufzulegen, das Schreiben aber (angeblich) abgebrochen hat, weil ihr das Manuskript geklaut worden sei. Erhältlich ist inzwischen kostenlos Edward - Auf den ersten Blick. Allerdings endet das Geschehen nach dem ersten Kennenlernen. Unzumutbar für einen Fan. Das Netz ist inzwischen voll von weiteren Fan Fictions, die die Story aus Edwards Perspektive weitererzählen. Aber eigentlich will man ja sozusagen das Original lesen. Von Stephenie Meyer.

Da frage ich mich ja schon, ob denn nun Frau Meyer nachlegen wird, wenn Frau James zeigt, dass man das durchaus medienwirksam durchziehen kann. Seien wir ehrlich. Die Meyer verschenkt da schon hübsche Einnahmen. Aber das Geld haben die Cullens wohl nicht nötig. Ein Christian Grey ist halt dann doch eher ein Unternehmer ;)

1 Kommentar:

  1. Schöner Artikel! Ich bin da zweigespalten, ich finde SoG wirklich schlecht geschrieben, aber es fasziniert mich trotzdem. http://marawinter.de/geheimes-manuskript-veroeffentlicht-es-wird-grau/

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