Freitag, August 07, 2015

[Rezension] Die Welt des Jonathan Simpson - darin kann man sich verlieren (Udo Kübler - Das fehlende Stück, Anselmo-Trilogie 3)

Inzwischen bin ich ja schon tief eingetaucht in die Welt des Jonathan Simpson, dem kleinen Macho. Naja, eigentlich eher ein Möchtegern-Macho, denn die Frauen in den Romanen heizen ihm dann doch ganz schön ein. Wobei ich es herrlich erfrischend finde, dass sich Udo Kübler erst einmal nicht um Political Correctness sorgt und ob die Darstellung der Frauen, die er doch recht stark auf ihre äußeren Attribute reduziert, nicht doch etwas diskriminierend ist. Natürlich ist sie das! Aber die Darstellung ist ehrlich. Der Mann muss erst noch von irgendwelchen Aliens eingeflogen werden, der sich beim Anblick einer erotisch-kurvigen Frau eher sowas denkt wie "Hach, ich würde zu gern ihre inneren Werte kennenlernen!" Das ist doch Mumpitz. Hier werden die Sexszenen auch nicht romantisiert mit irgendwelchen seltsamen Begrifflichkeiten geschildert. Nein. Es wird gesagt, wie es ist. Und wenn da hemmunglos gebumst wird, dann ist es nunmal so.

Ansonsten entwickelt sich der Kübler aber schon weiter. Eine Handlung ist sehr viel deutlicher erkennbar als noch in den Teilen 1 & 2. "Das fehlende Stück" ist auch wieder sehr viel humorvoller als Teil 2, wenngleich man darin ein ganzes Sammelsurium an Lebenserfahrung darin entdecken kann. Unterhaltung und teilweises Versinken in Lebensweisheiten haben es mir jedoch schwer gemacht, der eigentlichen Handlung zu folgen. Gut, dass Jonathan Simpson zwischendrin immer wieder mal die Ergebnisse zusammenfasst - wobei er das nicht für den Leser macht, sondern für sich selbst. Es ist herrlich amüsant, wie kein Hehl daraus gemacht wird, wenn sich der Kübler beim Schreiben wieder in eine Situation verfahren hat, aus der es scheinbar keinen Ausweg gibt. Und dann! Schwupps. Geht es doch weiter.

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Kommentare:

  1. Du weißt schon, dass du Cover nicht einfach nehmen darfst? Das ist von amazon, das sehe ich sofort. Fotografiere doch die Bücher einfach ab oder frage den Autor direkt nach dem Cover.:-)

    Liebe Grüße

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    1. Klar ist das von Amazon. Steht ja für alle Kindle Edition drunter ;) Lese ja auch nur Ebooks, weswegen das Abfotografieren eher unschön aussähe. Ich habe auch eine zeitlang auf die Cover verzichtet, und fast bei jeder Rezi eine Nachfrage des jeweiligen Autors erhalten, warum ich denn das Cover nicht verwende. Auch Udo hat überhaupt nichts dagegen, sein Cover auf diesem Blog zu entdecken. Ich halte mich da eher an "Wo kein Kläger, da kein Richter". Zumal die Links auch immer zu Amazon führen - es also Werbung ist. Sollte sich dennoch mal einer aufregen, wird es halt entfefnt und sich entschuldigt.

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    2. Finde ich ehrlich gesagt nicht gut...
      Es bricht dir kein Bein ab, wenn du den Autor nach dem Cover fragst, welches er dir per Mails sofort und unkompliziert rüber schicken kann.
      Aber gut, musst du wissen.
      Schönes Wochenende wünsch ich dir :-)

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    3. Wie gesagt, hatte ich eine zeitlang auf die Cover verzichtet und jeder Autor, der eine Rezi zu seinem Buch entdeckt hat, hat mich angeschrieben, ob ich das Cover nicht einfügen kann.

      Wenn nun ein Autor erfolgreich ist und er von jedem Blogger eine Anfrage erhält... naja, auch nicht das Gelbe vom Ei, denke ich. Man ist ja nicht der einzige Blogger auf der Welt.

      Schönes We auch.

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