Freitag, September 25, 2015

[Rezension] Spannende Jugendfantasy mit unvorhersehbaren Wendungen! - Das Geheimnis von Caeldum - Seelenpakt (Heike Oldenburg)

Bei Heike Oldenburgs "Das Geheimnis von Caeldum - Seelenpakt" handelt es sich um einen Jugendfantasy-Roman mit dem Hauptaugenmerk auf Magie. Ich schicke das voraus, weil ich selbst eigentlich nicht so der Fan von Hexen und Zauberern bin. Wenn ich jedoch mehr in der Richtung wie um die 17-jährige Arina zu lesen bekomme, könnte sich das aber durchaus ändern.

Die 17-jährige Arina lebt als Waise außgestoßen von der Gesellschaft. Finanziell hält sie sich durch das Brauen von diversen Zaubertränken über Wasser, allerdings mehr schlecht als recht. Ihre einzige Hoffnung besteht in der Aufnahme an der Akademie der arkanen Künste - der Zauberschule von Caeldum, wenn man so will. Leider ist ihr dabei ihre Andersartigkeit, die schon bei ihrem Aussehen anfängt, keine große Hilfe. Dennoch versucht sie es immer wieder. Auf einmal hat sie es dann mit einem verzauberten Kessel mit zweifelhaften Motiven und einem Dämon zu tun, der überall anders lieber wäre als an ihrer Seite in der Himmelsstadt. Oder vielleicht doch?

Der Roman ist mit geschätzten 206 Seiten nicht überaus lang und ich habe ihn an zwei Abenden gelesen. Dennoch ist er auf alle Fälle vollständig und man kann wirklich nicht bemängeln, dass ihm die Tiefe fehle. Im Gegenteil. Die Handlung ist durch überraschende Wendungen und Andeutungen überaus spannend und endet mit einem gut gesetzten Cliffhanger, so dass man wirklich, wirklich bedauern muss, dass es noch keine Fortsetzung gibt. Die Handlung ist absolut nicht vorhersehbar und schon allein deshalb gibt es einen großen Pluspunkt für den Roman.

Anfangs hat mich lediglich gestört, dass der Unterschied zwischen Arina und dem Rest der Gesellschaft mit immer wieder den gleichen Worten beschrieben wird. Anstatt immer wieder zu sagen, dass Arina sich dieses und jenes nicht leisten kann, hätte die Beschreibung ihrer ärmlichen Verhältnisse vollkommen ausgereicht. Auch Jugendliche haben dadurch ein klares Bild vor Augen. Oft fällt auch, dass die anderen Leute reich seien und teure Kleidung trügen. Diese teure Kleidung wird allerdings in der Regel nicht beschrieben, sodass man auch hier auch an eintönigen Wiederholungen sparen hätte können oder es wird auch nicht erklärt, wie die reine Wohlstandsgesellschaft begründet ist. Dass wirklich alle reich sein sollen, widerspricht sich irgendwie selbst. Denn wenn alle reich sind, handelt es sich doch wiederum um einen Normalzustand auf hohem Niveau... Es hätte das Gegensatzpaar "arm - reich" gar nicht in dieser Form gebraucht, Umschreibungen hätten gereicht und wären durch das Bild, das sich der Leser selbst macht, vielleicht sogar aussagekräftiger gewesen als durch die konkrete Vorgabe.

Ab der Hälfte des Romans etwa nehmen die Tippfehler etwas zu, aber nicht in einem Maß, das überaus störend ist.

Insgesamt ist "Das Geheimnis von Caeldum - Seelenpakt" ein sehr lesenswerter Roman, der nicht nur Jugendliche begeistern dürfte!

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