Samstag, Oktober 17, 2015

[Kennst du schon...?] Hildegard Grünthaler - Die Beschwörungsformel

Liebe Hildegard, herzlich willkommen bei Der Indie! Ihr Buch "Die Beschwörungsformel" ist ein Abenteuer- und Fantasyroman. Bei Amazon ist er demnächst auch ausleihbar. Bis dahin kann man das E-Book für 3,99 € und das Print für 9,99 € erweben. Wovon handelt der Roman?

Er wohnt in einer Flasche und er ist stark und mächtig. Die Götter haben Kalatur, den Geist des Rauches, in grauer Vorzeit geschaffen, damit er den Menschen beistehe und helfe. Aber er hat keinen freien Willen, denn er steht unter dem Zwang einer Beschwörungsformel. Wer diese Formel kennt, ist mächtiger als der mächtige Geist des Rauches, denn auf Befehl muss Kalatur auch gegen seinen Willen Böses zu tun.
Die Magierin, die den Dschinn in seiner Flasche bannt, hofft, dass der Zauber so lange wirkt, bis Kalaturs Energie erloschen ist. Fast wäre ihr Plan geglückt. Doch rund 3000 Jahre später begleitet der 12-jährige Philipp Baumann seine Großmutter auf einer Reise durch Marokko, wo sie eine alte, blaue Flasche erstehen ...
Philipp befreit Kalatur aus seiner Flasche, und der Geist des Rauches glaubt sich damit auch von den Zwängen der Beschwörungsformel erlöst, denn wer soll nach 3000 Jahren die Formel noch kennen?
Doch schon bald muss Kalatur entdecken, dass ihm bereits Dschinnjäger auf den Fersen sind, denn es existiert noch eine alte Keilschrifttafel mit Fragmenten der Beschwörungsformel. Nun ist nicht nur er, sondern auch Philipp in höchster Gefahr, denn die Dschinnjäger glauben, dass Philipp die Beschwörungsformel kennt …

Das klingt nach 1001 Nacht! Wie bist du auf die Idee für den Roman gekommen?

Die erste Idee zu „Die Beschwörungsformel“ entstand, als ich „Römer, Ritter, Fußballhelden“ schrieb. Dort wird in einer Szene eisgekühltes Cola bestellt. Im warmen Raum strömt die Kohlensäure als feiner Nebel aus der kalten Colaflasche – wie ein Geist, der aus der Flasche steigt, und die „Helden“ fantasieren von einem Dschinn, der ihre Probleme löst.

Das neue Buch sollte aber auf keinen Fall die ausgelutschte Geschichte vom Dschinn werden, der die Arme verschränkt, blinzelt und auf Befehl alle Wünsche erfüllt. Bis sich in meinem Kopfkino die Gestalt des Rauchgeistes Kalatur formte, dauerte dann auch eine ganze Weile. Kalatur, der Geist des Rauches, wurde einst von den alten Göttern des Zweistromlandes geschaffen, damit der den Menschen beistehe und helfe. Um Missbrauch zu vermeiden, wurde diese Hilfe an eine Beschwörungsformel geknüpft. Nur würdige und weise Priester sollten in Besitz von Kalaturs Wohngefäß sein, und nur sie sollten die Formel kennen. Logisch, dass die Priester weder weise noch würdig waren und sich belauschen und bestehlen ließen. Letztendlich war es diese Beschwörungsformel die Kalatur zum willenlosen Werkzeug gieriger und machthungriger Menschen machte; bis er schließlich in seiner Flasche eingesperrt und von einer Zauberin gebannt wurde.

Wie in allen Dschinn-Geschichten taucht auch die geheimnisvolle Flasche wieder auf und der Rauchgeist wird befreit. Wegen der Beschwörungsformel entwickelt sich die Story allerdings in eine völlig andere Richtung. Kalatur sieht sich vom Zwang der Formel erlöst, will sich zukünftig von den Menschen fernhalten und nur noch das tun, was er selbst für richtig hält. Weil aber Kalatur neugierig ist auf die Menschen und die Technik der heutigen Zeit, gelingt ihm das nicht so recht. Trotz Philipps Hilfe entstehen in dieser für ihn so verwirrend fremden Welt immer wieder kuriose Situationen.

Vielleicht liegt es daran, dass ich durch meinen Reisebericht „Tausend Tage Wohnmobil“ gewöhnt bin, ein wenig aus dem eigenen Leben einzubringen. Als Mutter von zwei, inzwischen natürlich längst erwachsenen Söhnen, lag es auf der Hand, dass der Befreier Kalaturs ein cleverer 12-jähriger Junge ist. Außerdem bin ich Halterin einer Groenendael-Hündin, die zu den Belgischen Schäferhunden gehört. Es ist also nicht verwunderlich, dass ein weiterer Protagonist der Groenendael-Rüde Zorro ist. Ein Rüde, weil der sich grammatikalisch mit „der Hund“ besser handhaben lässt. Außerdem fand ich, dass Zorro für einen schwarzen Hund einfach ein toller Name ist.

Wie Sie dem Klappentext entnehmen können, existiert auf einer zerbrochenen Keilschrifttafel noch das Fragment der Beschwörungsformel. Als Kalatur letztendlich vor Dschinnjägern flieht, fliegt er nach Australien, das ja zu weiten Teilen unbesiedelt und lebensfeindlich ist. Der Dschin, der inzwischen ein „moderner Dschinn“ geworden ist, benützt dazu ein Flugzeug. Weil ich selbst Australien knapp 12 Monate lang im eigenen Wohnmobil bereist habe, gibt es dort für Kalatur natürlich einiges zu tun.

Als ich anfing zu schreiben, standen neben Kalatur nur der 12-jährige Philipp fest. Alle anderen Personen, Philipps Familie, usw. entwickelten sich so nach und nach. Auch die Geschichte entwickelte sich. Ich wusste zu Beginn des ersten Kapitels noch nicht so richtig, wie sie ausgeht. Es war ein ziemlich spannendes Kino, dass da in meinem Kopf ablief. Der Schluss ist relativ offen geblieben und so kann es durchaus sein, dass Philipp und Kalatur, der Geist des Rauches, noch weitere Abenteuer erleben. Allerdings bin ich beim Schreiben nicht sehr schnell und im Moment arbeite ich noch an einem Bericht über eine weitere 1-jährige Nordamerikareise, den ich vermutlich als preiswertes E-Book herausbringen werde.

Vielen lieben Dank für die tiefen Einblicke in die Entstehungsgeschichte von "Die Beschwörungsformel"!

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