Freitag, Oktober 30, 2015

[Rezension] Erschöpfend - Der Killer in mir (Boris Maggioni)

Ich habe lange schon keinen Roman mehr gelesen, an dessen Ende ich dermaßen fertig war. Der Killer in mir (Juliana Cass 1) ist jedoch einer davon. Ich kam mir so vor, als hätte ich erst mit dem Wort Ende wieder angefangen zu atmen. Denn die Spannung reißt den ganzen Roman nicht ab, man hält permanent die Luft an. Dieser Roman hat die Bezeichnung Pageturner wirklich verdient.

Ein Wahnsinniger nimmt sich Juliana Cass zum Vorbild, nachdem diese bei einem Einsatz als Scharfschützin das Leben eines Kindes geopfert hat, um die Explosion einer Bombe in einer Schule zu verhindern. Juliana, nach dieser Entscheidung eine psychisches Wrack, muss wählen. Entweder geht sie in den vorzeitigen Ruhestand oder sie stellt sich dem Serienmörder - und begibt sich damit auch in ihr tiefstes Innerstes.

Der Roman lebt vor allem von der Protagonistin Cass. Sie ist ein regelrechter Antiheld. Ihr Mann hat sie verlassen, er hat ihr das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen, ihre Freunde haben sich zurückgezogen. Wer erschießt schon ein Kind? Mit voller Absicht? Cass säuft. Cass halluziniert. Am Ende des Romans würde allein ihr Äußeres Bruce Willis Angst machen. Von den körperlichen Schäden ganz zu schweigen. Man denkt, schlimmer kann es gar nicht mehr werden. Aber es kann. Die ganzen 435 Seiten lang.

Wer Boris Maggionis Schreibtrainer gelesen hat, sollte Der Killer in mir gleich als Anschauungsmaterial hinterher lesen. Man kann das Buch nicht zur Seite legen. Die Handlung drängt ohne Leerlauf fort und zieht den Leser in ihren Bann.

Ein echter Thriller. Unbedingt empfehlenswert!

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